Lanzarote - Die Kraterinsel


Lanzarote ist anders, nicht nur im Vergleich zu den übrigen Inseln, sondern im Vergleich zum übrigen Planeten. Die zum Teil bizarre Landschaft scheint von einer anderen Welt zu sein, und die Bewohner der Inseln sagen scherzhaft, daß Lanzarote am siebten Tag der Schöpfung wohl übersehen wurde.

Lanzarote ist vulkanischen Ursprungs, wie die anderen Inseln der Kanaren auch, aber hier waren die Vulkane noch im 18. und 19. Jahrhundert äußerst aktiv und bedeckten weite Teile der Insel mit Asche und Lava. Im geschützten Timanfayapark fühlt man sich wie auf dem Mond. Die "Feuerberge" bieten einen faszinierenden Anblick, die von feuerrot bis fast schwarz leuchten.

Die Bewohner Lanzarotes verstanden es jedoch, dieses Land zu kultivieren, so daß es heute viele Gemüse- und Obstplantagen hier gibt. Besonders beeindruckend ist der Landstrich Geria, mit Weinkulturen zwischen den zahlreichen kleinen Kratern. Durch eine ausgeklügelte Anbauweise, wird hier ein besonderer Wein gewonnen.

Der große Architekt und Künstler Cesar Manrique schließlich verlieh der Insel durch seine aussergewöhnlichen Bauten und Skulturen weltweite Beachtung. 


Klima

Lanzarote liegt in der Passatzone, was dazu führt, dass auf der Insel ganzjährig frische Winde aus Nord bis Nordost wehen. Lanzarote besitzt ein ganzjährig mildes und niederschlagsarmes Klima, da die Passatwinde an der relativ flachen Insel meist nicht abregnen. Die Lufttemperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 20,5°. Der Monatsdurchschnitt beträgt im Januar 16,9° und im August 24,7°. Die Wassertemperatur des Atlantischen Ozeans schwankt durch das Aufquellen kalten Tiefenwassers vor der nordwestafrikanischen Küste und dem Kanarenstrom zwischen 17° im Winter und 22° im Sommer.


Strände

An dem Abschnitt Puerto del Carmen gibt es mehrere hellsandige, grössere Strände. Der längste ist der Playa de los Pocillos mit einer Länge von. 2 Kilometern.

Der Strand Playa Dorada in Playa Blanca mit goldgelbem Sand wurde künstlich angelegt und ist einer der schönsten Strände.

Die Playas Pagagyo bestehen aus sieben weissen Sandstränden, die durch Lavafelsen getrennt werden. Von hier aus sieht man auch die 10 km entferne Insel Fuerteventura.


Ausflugstipps

Mirador del Rio

Ein einzigartiger halbkreisförmiger Aussichtspunkt, gestaltet von César Manrique, gestattet einen phantastischen Blick auf die Insel La Craciosa. 


Jameos del Agua

Ein Komplex von Grotten, Höhlen und Tunneln findet man im Norden der Insel. In der Grotte finden regelmässig Konzerte statt.


La Geria

Zwischen dem Montana Chupaderos und Montana Guardilama kommt man durch das als Gesamtkunstwerk deklarierte Weinabaugebiet La Geria.

Die Pflanzen gedeihen allerdings nur in tieferen Löchern, die mit halbrunden Steinmauern aus Lavabrocken, den "Zocos", umgeben sind, die den Weinstock gegen den auf Lanzarote immer herrschenden, stark blasenden Wind schützen und das Fortwehen der Ascheschicht verhindern.


Los Hervideros 

Bizzarre Felsformationen und Lavahöhlen an der Südwestküste von Lanzarote. Hier drückt der Ozean seine mächtigen Wellen dicht an die Felsenküste und die weisse Gischt fliesst in und unter die Felsenhöhlen Los Hervideros im Lavagestein.
Auf engen Felsenwegen und ausgebauten Plattformen und Balkonen kann man bis ins Innere der Lavahöhlen gehen und das Naturschauspiel der tosenden und schäumenden Wellen aus der Nähe beobachten.


El Golfo

Hier findet man bizarres Gestein und seltsame Buchten mit schwarzem Lavasand und Lavagestein in einzigartigen Formationen.

Auf schmalen Wegen entlang der Küste kann man bis hin zur "Grünen Lagune", gehen, die ihre stark grüne Wasserfarbe von speziellen Algen erhält, die in diesem kleinen Salzsee wachsen.


Jardín de Cactus

César Manrique entwarf diesen Kakteengarten 1970 und konnte ihn erst viel später im Auftrag der Inselregierung in einem alten Steinbruch bei Guatiza realisieren. Das "Kunstwerk" wurde 1990 fertiggestellt.



 

 


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