Irland - die grüne Insel

Irland ist ein Inselstaat in Westeuropa. Hauptstadt und größte Stadt Irlands ist Dublin, im östlichen Teil des Landes gelegen. In der Metropolregion Dublin lebt ca. ein Drittel der 4,8 Millionen Einwohner. Im Norden grenzt Irland an Nordirland. Im Osten liegt die Irische See, im Westen und Süden ist das Land vom Atlantik umgeben. Seit 1973 ist Irland Mitglied der EU.

Das lange Zeit verarmte Irland hat sich mittlerweile zu einer hochmodernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft gewandelt.

Typisch Irisch

Typisch für Irland sind u.a. die pulsierende Hauptstadt Dublin, das Irish Pub mit dazugehörigem Guinness und Musik mit traditionellen Sessions, die spektakulären Cliffs of Moher, die einzigartige Natur von Connemara, die Palmen, der strahlend gelbe Ginster und üppigen Rhododendren im milden Südwesten, die Offenheit und Herzlichkeit der irischen Bevölkerung, der Linksverkehr, die vielen Schafe und natürlich das irische Wetter.


Wahrzeichen

Der stets freistehende, schlanke Rundturm iroschottischer Kirchenbauten ist eines der historischen Wahrzeichen Irlands. Auf der Insel gibt es noch 65 von möglicherweise 120 erbauten Türmen dieses Typs. Einige sind nahezu vollständig, viele nur als Stumpf erhalten. 


Ein Keltenkreuz, Hochkreuz oder irisches Kreuz ist ein Element der frühmittelalterlichen und mittelalterlichen sakralen Kunst im keltischen Kulturraum der britischen Inseln und Irlands. Es ist ein Balkenkreuz mit verlängertem Stützbalken, meist aus Stein gehauen, bei dem um den Schnittpunkt der Balken ein Ring liegt. Die ursprünglichen irischen Hochkreuze fanden sich nicht auf Grabstätten, sondern markierten dekorativ ein besonderes Gebiet oder heiliges Land. Sie waren auch regionale gesellschaftliche Treffpunkte, um die herum Feiern abgehalten wurden.


Landschaft

Im Landesinneren derInsel finden sich überwiegend Ebenen, die außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind. 

Der Fluss Shannon, der von Norden nach Süden verläuft, ist mit etwa 370 km der längste der Insel. In den Ebenen liegen zahlreiche Seen, welche die Landschaft maßgeblich prägen. Lough Neagh in Ulster ist der größte See Irlands. Er bedeckt eine Fläche von 396 km² und ist 30 km lang und 15 km breit. Der höchste Berg ist mit 1041 m der Carrauntoohill.

Die küstennahen Gebirge unterscheiden sich stark in ihrer geologischen Struktur. Im Süden bestehen die Berge aus roten Sandstein mit Flussbetten aus Kalkstein. In Galway, im County Mayo, in Donegal, im County Down, und in Wicklow bestehen die Berge aus Granit,  die Hochebene im Nord-Osten des Landes besteht aus Basalt. Im Norden und Westen Irlands formte Wasser, das nicht abfließen konnte, Torf und Gleylandschaften. Im Nordwesten fällt der meiste Regen. Im Gegensatz dazu besteht das Erdreich im Süden und Osten aus braunem und grauem Podsol.

Eine ungewöhnliche Landschaft liegt im County Clare im Norden: Der Burren. Dieses Karstgebiet besteht aus verwitterten Kalksteinfelsen, die kaum vom Erdreich bedeckt sind. 

Irland hat etwa 12.000 km² Marschland, zum großen Teil bestehend aus Deckenmooren, sowie aus Hochmooren. Durch das feuchte Klima Irlands und die zunehmende Versäuerung wuchsen aus den Resten dieser Pflanzen mächtige Torfschichten.

In der letzten Zeit hatte die zunehmende Zerstörung der Moore mehr Kritik hervorgerufen. Der Abbau trifft vor allem die Hochmoore, da dieser Torf einen höheren Heizwert besitzt. Sowohl in der Republik Irland, als auch in Nordirland werden nun Vorkehrungen getroffen diese Bestände zu erhalten.


Klima

Das Wetter kann man durchaus als feucht und wechselhaft bezeichnen. Die Durchschnittstemperatur im Frühjahr liegt bei 8-10°, im Sommer bei 18°, es kann aber durchaus mal 22-25° werden. Im Herbst fällt der meiste Regen, Bei ca. 7-9° im Winter ist Schnee eher selten. Der Golfstrom beeinflusst merklich das Wetter auf der Insel. Dadurch entsteht durchaus ein mediterran-ausgeglichenes Klima. Bezeichnenderweise wird der doch häufige, kurze Regenschauer als "flüssiger Sonnenschein" genannt.

Beste Reisezeit ist von Mai bis September.


Kultur

Das kulturelle Leben spielt sich hauptsächlich in den großen Zentren (Dublin, Cork, Galway und Limerick ab. Das Leben außerhalb dieser Städte ist in dem doch sehr dünn besiedelten Land beschaulich und meistens von Landwirtschaft und Fischerei geprägt. Auch dort wird der Aufbau von Tourismus gestärkt, vor allem in der Region um den Fluss Shannon.


Musik

Die irische Musik (Irish Folk) ist vor allem bekannt durch die typischen Instrumente wie die Fiddle (Geige), deren Spiel sich durch den schnellen, wilden irischen Stil auszeichnet, die Flöte, vor allem die Tin Whistle, und die Harfe, die das älteste irische Instrument ist. Lange Zeit waren die instrumentale und die vokale Musik getrennt, erst im 18. Jahrhundert wurden beide zusammen gebracht. Während die Volksmusik vieler Länder vor allem bei der Jugend an Popularität verlor, wird die traditionelle irische Musik auch heute noch von Jungen Menschen viel gespielt und gehört.

Ein besonderes Element der irischen Musik ist das Tanzen.

Stepptanz, Set Dance und Formationstanz sind in Irland sehr beliebt und haben eine lange Tradition.


   

Dichtung

Neben Balladen, in denen umfangreiche Dichtung mit Musik verbunden ist, sind zwei kurze in Irland entstandene Gedichtformen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, der Limerick und der Irische Segen.


Literatur

Irland hat eine große Zahl bedeutender Schriftsteller hervorgebracht, darunter die Literaturnobelpreisträger William Butler Yeats, George Bernard Shaw,  Samuel Beckett und Seamus Heaney.

Weitere bekannte irische Schriftsteller sind Jonathan Swift, Oscar Wilde, James Joyce, Brian O´Nolan und Bram Stoker.






 

 


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